Alt bleibt nicht neu

“Du kommst hier net rein”: Passend zum verpassten Präsenz-Event “Die Spielregeln der Social Networks” beim Frankfurter Medienmittwoch, dessen per Videostream (siehe oben) gesehener Auftakt die Unpässlichkeit, doch im Büro geblieben zu sein, nachträglich kommod erscheinen ließ, schrieb the futurebuzz.com am Folgetag:

“If you think the social web is new, you’re already far late to the party.”

Und weiter: “If you want to forever reinforce the way things are done today, being a communications professional is not for you. Tomorrow is always different.”

So sensibilisiert für das Neue, das bereits unsichtbar, wenn es erfolgreich ist, enthüllte Indiskretion Ehrensache am selben Donnerstag, dass das Alte, das bleibt, nicht gleich (also unverändert mächtig) bleiben muss.

Gemeint ist die Essenz der Nicht-Verdrängungshypothese des Altphilologen Wolfgang Riepl aus dem Jahre 1913, die als Rieplsches Gesetz gerne und häufig von Printmedien-Managern der Gegenwart gegen die digitale Bedrohung ins Feld geführt wird.

Denn dieses Gesetz ist gar keins oder wenigstens nicht so plausibel wie die des Herrn Moore. Thomas Knüwer resümiert:  “Wenn Herr Riepls Dissertation der Rettungsring der Medienhäuser ist, dann ist die Empfehlung, einen Schwimmkurs zu belegen, nicht die schlechteste.”

Also packen wir unsere Badehose wieder in den Schrank und genießen den Gesetzesbruch…

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