Verdienen Soziale Features, was sie kosten? Wollen Nutzer auch außerhalb von Facebook Profile vernetzen? Twittert sich’s gut auf Unternehmenswebsites?
Bedenke, o Follower, wie viel Trend ein Konzept und welchen Aufwand das Projekt verträgt: “Designing social interfaces is more than just slapping on Twitter-like or Facebook-like features onto your site.”
What’s your social object? Make sure there is a “there” there. Give users a reason to rally. Why would someone come to your site?
Give people a way to identify themselves and to be identified.
Give people something to do.
Enable a bridge to real life (groups, mobile, meetings, face-to-face).
Gently Moderate. Let the community elevate people and content they value.
Und wenn ihr euch fragen sollte, ob ihr es habt, und wie ihr erkennt, ob ihr es habt, dann lest dieses Interview mit Steve Krug. Und spürt, wie eine Idee zum Meilenstein wurde.
“If you think the social web is new, you’re already far late to the party.”
Und weiter: “If you want to forever reinforce the way things are done today, being a communications professional is not for you. Tomorrow is always different.”
So sensibilisiert für das Neue, das bereits unsichtbar, wenn es erfolgreich ist, enthüllte Indiskretion Ehrensache am selben Donnerstag, dass das Alte, das bleibt, nicht gleich (also unverändert mächtig) bleiben muss.
Gemeint ist die Essenz der Nicht-Verdrängungshypothese des Altphilologen Wolfgang Riepl aus dem Jahre 1913, die als Rieplsches Gesetz gerne und häufig von Printmedien-Managern der Gegenwart gegen die digitale Bedrohung ins Feld geführt wird.
Denn dieses Gesetz ist gar keins oder wenigstens nicht so plausibel wie die des Herrn Moore. Thomas Knüwer resümiert: “Wenn Herr Riepls Dissertation der Rettungsring der Medienhäuser ist, dann ist die Empfehlung, einen Schwimmkurs zu belegen, nicht die schlechteste.”
Also packen wir unsere Badehose wieder in den Schrank und genießen den Gesetzesbruch…
sagt Mogul Piëch. Oder genauer: “Reiche Menschen sind dadurch reich, dass sie weniger ausgeben, als sie einnehmen.”
Was erstens recht platt klingt, lässt sich blumig illustrieren: Das jährliche Bruttoeinkommen der US-Millionäre hat nicht Ackermannsches Ausmaß, sondern liegt im Schnitt bei nur sieben Prozent ihres Vermögens. Minimax, das Beste aus Vorhandenem machen.
Oder moralischer: “Das finanzielle Wunder lässt sich nur vollbringen, wenn man bereit ist, unter seinen Möglichkeiten zu leben und das Ersparte - allen Börsenturbulenzen der vergangenen Monate zum Trotz - in renditestarke Anlagen zu investieren.”
Es heißt also sparen und sich konzentrieren. Im Heute verzichten, um morgen zu ernten. Als Bauer denke ich gleich an Subventionen. “Wie ein Millionär zu leben ist eben das größte Hindernis dabei, irgendwann selbst einer zu werden”.
So ein Sonntag einet sich hervorragend, die eigenen Ziele auf einfache Formeln zu bringen. Was wir wollen, klingt daher heute schlichtweg selbstverständlich:
Projekte entspannter erledigen
Videos besser verkaufen
Mit Wissen einfacher verdienen
Socializing for Sucess
Also mehr beobachten und quatschen. Fragt sich nur, wer und wie und wann. Montag, übernehmen Sie!
Daniel and Lenore went to last week’s OFFF design conference featuring some of the world’s leading designers including Stefan Sagmeister (best known for carving text into his body with a knife for a poster about suffering for your art), Paula Scher (amazing corporate identities), Joshua Davis (the most purely entertaining speaker), and Kyle Cooper (creator of over 150 movie titles including Gattaca, the remake of Dawn of the Dead, and Seven).
Der französische Klassenkampf in der Kultur kennt keine Gnade: Mit 296 zu 233 Stimmen beschloss das Palament nun doch “Hadopi“: Unverbesserlichen Piraten, die mehrfach gewarnt wurden, wird der Zugang zum Netz genommen.
Warum ich das schreibe, wo ist hier Helga? Nun, Offenheit gegenüber Neuem ruft Gegner auf den Plan, die das Alte verteidigen und dafür zu neuen Waffen greifen. Oder umgekehrt, wie Facebook mit dem Recht gegen StudiVZ.
Spätestens, wenn ein berühmter Sänger einen „Genozid an der Kultur“ androht, frage dich besser: Wie sieht das Leben nach dem Tod genau aus?
Bin leider zu müde für mehr Worte, aber heute möchte ich Helga nicht ohne das Interview eines scharfsinnigen, leicht depressiven, hoch emotionalen und intelligenten Prof. Kruse ins Bett bringen.
Es dauert zwar 1Std, aber sie wird in der Zeit den Unterschied zwischen Schwarm- und Kollektivintelligenz kennenlernen, interessante Einblick zur Nutzung von Netzwerken gewinnen, erkennen wie Kultur entsteht und merken, dass Web3.0 - das semantische Netz - noch immer nicht die Lösung sein wird. Wenn, dann nur kurz (bis das Massenproblem wieder einsetzt).
Weitere Fragmente, für den kleinen Hunger zwischendurch, kann man sich hier abholen.
Ihr habt es so gewollt: Weil keiner schreibt, habe ich nicht nur das Passwort geändert, sondern formuliere nun eigenmächtig das Protokoll. Die Gründungsurkunde eines Arbeitskreises, der keiner sein will, denn Arbeit haben wir bereits genug:
1. Wozu Innovation?
Weil sie Spaß macht, wie Goran und Mark auf der Toca Me erlebten. Joshua Davis zum Beispiel und noch einen anderen, den ich unleserlich notierte. Das Ziel unserer Geliebten könnte also sein: Variation erzeugen, damit es nicht so langweilig ist.
2. Spaß zahlt sich aus.
Diese Weisheit ist gar nicht so trivial. Wir vermuten, wir müssen Dinge weiter und bis an ihr Ende denken, damit Ideen und andere Sachen sich zu Geld machen lassen. Also zum Beispiel, vielleicht auch Plutonium kaufen. Was jemand eben so mag, während er Twitter erfindet und mit SMS-Technik eine Legende wird.
3. Es muss immer weiter!
Braten im eigenen Saft kocht kein Sternemenü. Wir müssen die Kreise erweitern, Leute einladen und die Orte verändern, an denen wir stehen und gehen. Goran forderte ein Blog, weshalb der Kreis schließlich Helga gebar.
Jedem Anfang liegt ein Zauber inne.
Arbeitskreis, Evolution!
Unsere Ex-Geliebte Helga war eine Geschäftsfrau, eine Dame der feinen Gesellschaft, eine Frau von Welt. Nun, ein paar Monate später, sind wir da nicht mehr so sicher.
Frau oder Mann, Geliebte oder gar Gigolo, der in Wahrheit ein armer Schlucker ist? Manche Neuheit erweist sich als ein Flop wie jüngst dieser wahre Hochstapler, der bisweilen an einem fahrenden Hähnchengrill arbeitete. Mehr darüber entnehmen sie bitte Bild oder ähnlichen Promi-Datenbanken.
Anpassung und natürliche Auslese. Man erinnert sich, glaubt zu wissen. Klar, Darwin “entdeckte die Bedeutung der Variation innerhalb von Populationen und die Mechanismen der natürlichen Auslese, die zur Verbesserung von Anpassungen von Organismen an ihre Umwelt führen können.”
Können heißt aber nicht Müssen, und Anpassung bedeutet nicht Verbesserung. Während der Zufall höchstens wahrscheinlich ist, variiert das System mit der Umwelt, und Kovarianz ist nicht gleich Kausalität. Was Darwin auch sonst so nicht meinte, schrieb letztens die Süddeutsche und vor ein paar Jahren die Zeit:
“Eine veränderte Umwelt muss also nicht in veränderten Adaptationen resultieren. Andererseits können sehr wohl neue Anpassungen in einer völlig konstanten Umwelt auftreten, unter bestimmten Bedingungen sogar, wenn sie nicht vorteilhaft sind.”
“Die Evolution kann nur mit dem arbeiten, was ihr genetisch und entwicklungsbiologisch zur Verfügung steht. Und sie kann die Zukunft nicht antizipieren – auch deshalb scheiterten die allermeisten Versuche (Arten) schon nach wenigen Millionen Jahren: Sie starben aus.”
Und »survival of the fittest« stammt nicht von Darwin, sondern von Herbert Spencer.