High Fidelity Wireframes

Erinnert ihr euch an unsere Diskussion “Wie viel Design soll ein Wireframe zeigen”? Stephen Turbeck meint: viel mehr, als wir Projekteingeborenen meinen.

Insbesondere, wenn es ans Testen geht, behindert abteilungsbezogene Blindheit den Erfolg. Damit Probanden denken, dass sie verstehen, was wir Entwickler meinen, empfiehlt er folgendes Maß an High Fidelity:

  • Make a header bar with the company branding. It should look like the site they are used to, showing the company logo.
  • Use color. Hyperlink color is a basic requirement.
  • Put a web browser frame around the image (or at least the first page).
  • Use real form elements, not drawn replicas of them.
  • Create a template or library of real form elements (feel free to share yours in the comments below).
  • Avoid lorem ipsum. Instead, use: “Descriptive text that will explain this product.” to avoid confusion about greeked text.
  • Use accurately sized fonts (this also keeps you honest about what can fit on the page).
  • Use real detail such as products names and data. Especially on transactional tools with expert users, users care about what they are reading and recognize and use data like account numbers. It may not be important to us, but they have expectations that need to be met

Trivial, nicht? Aber wahr. Natürlich können wir auch Clikdummies basteln. Als nächstes gewiss.

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    Adding Social

    Verdienen Soziale Features, was sie kosten? Wollen Nutzer auch außerhalb von Facebook Profile vernetzen? Twittert sich’s gut auf Unternehmenswebsites?

    Bedenke, o Follower, wie viel Trend ein Konzept und welchen Aufwand das Projekt verträgt: “Designing social interfaces is more than just slapping on Twitter-like or Facebook-like features onto your site.”

    Erin Malone nennt fünf Schritte auf dem Weg zu relevanten Sozial-Applikationen:

    1. What’s your social object? Make sure there is a “there” there. Give users a reason to rally. Why would someone come to your site?
    2. Give people a way to identify themselves and to be identified.
    3. Give people something to do.
    4. Enable a bridge to real life (groups, mobile, meetings, face-to-face).
    5. Gently Moderate. Let the community elevate people and content they value.

    Und wenn ihr euch fragen sollte, ob ihr es habt, und wie ihr erkennt, ob ihr es habt, dann lest dieses Interview mit Steve Krug. Und spürt, wie eine Idee zum Meilenstein wurde.

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      Alt bleibt nicht neu

      “Du kommst hier net rein”: Passend zum verpassten Präsenz-Event “Die Spielregeln der Social Networks” beim Frankfurter Medienmittwoch, dessen per Videostream (siehe oben) gesehener Auftakt die Unpässlichkeit, doch im Büro geblieben zu sein, nachträglich kommod erscheinen ließ, schrieb the futurebuzz.com am Folgetag:

      “If you think the social web is new, you’re already far late to the party.”

      Und weiter: “If you want to forever reinforce the way things are done today, being a communications professional is not for you. Tomorrow is always different.”

      So sensibilisiert für das Neue, das bereits unsichtbar, wenn es erfolgreich ist, enthüllte Indiskretion Ehrensache am selben Donnerstag, dass das Alte, das bleibt, nicht gleich (also unverändert mächtig) bleiben muss.

      Gemeint ist die Essenz der Nicht-Verdrängungshypothese des Altphilologen Wolfgang Riepl aus dem Jahre 1913, die als Rieplsches Gesetz gerne und häufig von Printmedien-Managern der Gegenwart gegen die digitale Bedrohung ins Feld geführt wird.

      Denn dieses Gesetz ist gar keins oder wenigstens nicht so plausibel wie die des Herrn Moore. Thomas Knüwer resümiert:  “Wenn Herr Riepls Dissertation der Rettungsring der Medienhäuser ist, dann ist die Empfehlung, einen Schwimmkurs zu belegen, nicht die schlechteste.”

      Also packen wir unsere Badehose wieder in den Schrank und genießen den Gesetzesbruch…

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        Spar dich reich,

        sagt Mogul Piëch. Oder genauer: “Reiche Menschen sind dadurch reich, dass sie weniger ausgeben, als sie einnehmen.”

        Was erstens recht platt klingt, lässt sich blumig illustrieren: Das jährliche Bruttoeinkommen der US-Millionäre hat nicht Ackermannsches Ausmaß, sondern liegt im Schnitt bei nur sieben Prozent ihres Vermögens. Minimax, das Beste aus Vorhandenem machen.

        Oder moralischer: “Das finanzielle Wunder lässt sich nur vollbringen, wenn man bereit ist, unter seinen Möglichkeiten zu leben und das Ersparte – allen Börsenturbulenzen der vergangenen Monate zum Trotz – in renditestarke Anlagen zu investieren.”

        Es heißt also sparen und sich konzentrieren. Im Heute verzichten, um morgen zu ernten. Als Bauer denke ich gleich an Subventionen. “Wie ein Millionär zu leben ist eben das größte Hindernis dabei, irgendwann selbst einer zu werden”.

        Ich danke dem Spiegel für das Erfolgsrezept “Schwäbische dicke Hose”.

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          Der Plan, das sorgenfreie Leben

          So ein Sonntag einet sich hervorragend, die eigenen Ziele auf einfache Formeln zu bringen. Was wir wollen, klingt daher heute schlichtweg selbstverständlich:

          1. Projekte entspannter erledigen
          2. Videos besser verkaufen
          3. Mit Wissen einfacher verdienen
          4. Socializing for Sucess

          Also mehr beobachten und quatschen. Fragt sich nur, wer und wie und wann. Montag, übernehmen Sie!

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            OFFF Design Conference 2009 Recap

            Daniel and Lenore went to last week’s OFFF design conference featuring some of the world’s leading designers including Stefan Sagmeister (best known for carving text into his body with a knife for a poster about suffering for your art), Paula Scher (amazing corporate identities), Joshua Davis (the most purely entertaining speaker), and Kyle Cooper (creator of over 150 movie titles including Gattaca, the remake of Dawn of the Dead, and Seven).

            Lenore wrote a recap on her blog of their favorite speakers complete with links to their work.  Check it out at Presenting Lenore’s OFF Design Conference 2009 Recap post.

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              Sperren gegen den Strom (Samstagsausgabe)

              Sperren ist ganz groß in Mode.

              Der französische Klassenkampf in der Kultur kennt keine Gnade: Mit 296 zu 233 Stimmen beschloss das Palament nun doch “Hadopi“: Unverbesserlichen Piraten, die mehrfach gewarnt wurden, wird der Zugang zum Netz genommen.

              Passt doch bestens zu von der Leyens Sperrprogramm, das zwar unter Beschuss von Online-Petitionen steht, jedoch vrituell bereits sinniert, wie wir in Sachen Kontrolle von China lernen können.

              Warum ich das schreibe, wo ist hier Helga? Nun, Offenheit gegenüber Neuem ruft Gegner auf den Plan, die das Alte verteidigen und dafür zu neuen Waffen greifen. Oder umgekehrt, wie Facebook mit dem Recht gegen StudiVZ.

              Spätestens, wenn ein berühmter Sänger einen „Genozid an der Kultur“ androht, frage dich besser: Wie sieht das Leben nach dem Tod genau aus?

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                Gefangen im Netz

                Bin leider zu müde für mehr Worte, aber heute möchte ich Helga nicht ohne das Interview eines scharfsinnigen, leicht depressiven, hoch emotionalen und intelligenten Prof. Kruse ins Bett bringen.

                Es dauert zwar 1Std, aber sie wird in der Zeit den Unterschied zwischen Schwarm- und Kollektivintelligenz kennenlernen, interessante Einblick zur Nutzung von Netzwerken gewinnen, erkennen wie Kultur entsteht und merken, dass Web3.0 – das semantische Netz – noch immer nicht die Lösung sein wird. Wenn, dann nur kurz (bis das Massenproblem wieder einsetzt).

                Weitere Fragmente, für den kleinen Hunger zwischendurch, kann man sich hier abholen.

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                  Zur Promotion: Das Protokoll

                  Ihr habt es so gewollt: Weil keiner schreibt, habe ich nicht nur das Passwort geändert, sondern formuliere nun eigenmächtig das Protokoll. Die Gründungsurkunde eines Arbeitskreises, der keiner sein will, denn Arbeit haben wir bereits genug:

                  1. Wozu Innovation?
                  Weil sie Spaß macht, wie Goran und Mark auf der Toca Me erlebten. Joshua Davis zum Beispiel und noch einen anderen, den ich unleserlich notierte. Das Ziel unserer Geliebten könnte also sein: Variation erzeugen, damit es nicht so langweilig ist.

                  2. Spaß zahlt sich aus.
                  Diese Weisheit ist gar nicht so trivial. Wir vermuten, wir müssen Dinge weiter und bis an ihr Ende denken, damit Ideen und andere Sachen sich zu Geld machen lassen. Also zum Beispiel, vielleicht auch Plutonium kaufen. Was jemand eben so mag, während er Twitter erfindet und mit SMS-Technik eine Legende wird.

                  3. Es muss immer weiter!
                  Braten im eigenen Saft kocht kein Sternemenü. Wir müssen die Kreise erweitern, Leute einladen und die Orte verändern, an denen wir stehen und gehen. Goran forderte ein Blog, weshalb der Kreis schließlich Helga gebar.

                  Jedem Anfang liegt ein Zauber inne.
                  Arbeitskreis, Evolution!

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                    Mehr über Sgarbi

                    Unsere Ex-Geliebte Helga war eine Geschäftsfrau, eine Dame der feinen Gesellschaft, eine Frau von Welt. Nun, ein paar Monate später, sind wir da nicht mehr so sicher.

                    Frau oder Mann, Geliebte oder gar Gigolo, der in Wahrheit ein armer Schlucker ist? Manche Neuheit erweist sich als ein Flop wie jüngst dieser wahre Hochstapler, der bisweilen an einem fahrenden Hähnchengrill arbeitete. Mehr darüber entnehmen sie bitte Bild oder ähnlichen Promi-Datenbanken.

                    Helga hingegen ist anders: Edel, treu und schön wie einst die Innovation.

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